Imaginationstherapie :

Du musst das Wagnis auf Dich nehmen,

ins Unbekannte vorzudringen

und dieses Unbekannte bist Du selbst.

                                      Krishnamurti

Imaginationen, wie sie entstehen und was bewirken sie

Imagination bedeutet Einbildung, Phantasie, bildhafte Vorstellung.

Imaginieren heißt, mit unserer Phantasie Bilder in unserem Bewusstsein zu schaffen. 

Durch das Erleben dieser inneren Bilder mit ihren Affekten und Emotionen werden 

innerseelische Prozesse in Gang gesetzt, die bewirken, dass abgespaltene oder 

verdrängte psychische Persönlichkeitsanteile ins Bewusstsein integriert werden.

Die Imaginationstherapie kann uns helfen, unseren eigenen Weg zu finden. Seit Urzeiten hat

die Menschen die Welt der Träume, Imagination, Wachträume und Phantasien fasziniert

und beschäftigt. Mit Hilfe des Traumes erhofft man die Seele des Menschen

wiederzufinden. Ist die Seele des Menschen wiedergewonnen, dann ist er nach der

schamanischen Tradition geheilt und wieder ganz.

Verantwortlich für Blockierungen und Stauungen sind häufig verdrängte Gefühle wie

Angst, Schuld, Hass traumatische Erlebnisse und verinnerlichte Verhaltensmuster.

Entspannung

Atmen ist die Bewegung, in der wir uns öffnen und schließen, in der wir uns loslassen

und erneut finden, in der wir uns unaufhörlich verändern.

Die Blume als Spiegel unbewusster Konflikte

Blumen sprechen uns an. Ihre Formen, Farben und Düfte lösen in uns ein Gefühl

der Freude und Beglückung, oder der Nachdenklichkeit und Trauer aus.

Neben den Düften spielen auch die Farben der Blume eine wichtige Rolle :

"Farben sind Strahlungskräfte, Energien die auf uns in positiver oder negativer Weise

einwirken, ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht."

Die Blume ist etwas lebendiges. Sie ist mit ihrem Kreislauf des ständigen Wachstums -

Keimling, Blüte, Reife, Vergehen - das Sinnbild aller zyklischen Erneuerungen und damit das

Wachstum überhaupt.

Heilende Imagination

Viele Menschen leiden unter Ängsten, die verschieden stark ausgeprägt sein können bis hin zu

phobischen Ängsten. Diese Ängste blockieren den Menschen machen ihn unfrei und behindern

sein inneres Wachstum. Er ist gefangen in seinem eigenen Gefängnis.

Unser Selbstbild verändern

Viele Menschen tragen eine Maske, die Persona, die sie ihrer Umwelt gegenüber zeigen.

Die Persona ist das positive Selbstbild, das man der Welt zeigt. Mit der Persona verdeckt der

Mensch sein inneres Sosein vor den Mitmenschen.

Ist ein Mensch fest entschlossen, den Individuationsweg bewusst zu gehen, dann verspürt er

immer mehr den Wunsch seine "Masken" aufzugeben.

Dieser Prozess ist nicht so einfach, denn die Rolle, die der Mensch bisher gespielt hat,

wird von der Familie, vom Partner, von den Nachbarn, von den Kollegen am Arbeitsplatz usw.

weiterhin erwartet. Viele Menschen leben das, was schon in ihrer Kindheit die Eltern von Ihnen

erwartet haben. Diese Menschen haben sich in die Rolle der Persona dermaßen gut eingelebt,

dass sie ihre verschiedenen Rollen ganz perfekt spielen. Erst wenn es zu einer starken seelischen

Erschütterung kommt, z.B durch Scheidung, oder Tod eines geliebten Menschen, oder den

Ausbruch einer schweren Depression, sind wir bereit, die Maske fallen zulassen und die

"andere Seite" von uns, nämlichen unseren persönlichen Schatten, das Selbstbild, das für uns

unannehmbar ist und das wir vor der Welt zu verbergen suchen,

anzuschauen und zu integrieren.

Lebendige Beziehung

Eine lebendige, befriedigende und glückliche Beziehung zu einem anderen Partner ist für viele von

uns sehnlichster Wunsch. Dennoch gelingt es nur wenigen, diesen Wunsch Wirklichkeit werden

zu lassen. Die Ursachen sind vielfältiger Art. Schon wie wir uns in einer Beziehung gegenseitig

einschätzen, achten, und respektieren, sagt etwas über die Qualität der Beziehung aus.

Darüber hinaus haben wir häufig Rollenerwartungen an den Partner, die er erfüllen soll, aber nicht

erfüllen kann, weil er damit restlos überfordert wäre. Besonders problematisch für eine Beziehung

ist es, wenn von den Partnern unbewusste Verhaltensmuster, die sie in ihrer Kindheit von ihren

Eltern übernommen und verinnerlicht haben, wiederholt auf den Partner projiziert werden.

Wir müssen den Weg der Selbsterkenntnis anstreben und gehen, um uns von Projektionen,

Rollenerwartungen und Verhaltensmustern zu befreien.

Den Partner wirklich zu akzeptieren und zu lieben ist nur möglich, wenn wir uns selbst lieben

und ganz annehmen können. 

Ohne Selbstannahme bleibt die Beziehung zwischen zwei Partnern unbefriedigend.

Quelle: Die Kraft der kreativen Imagination, Verlag für Wissenschaft und Bildung

 

Homepage Dr. Luise Reddemann: www.Luise-Reddemann.info

 

                                                     

                                                     Imaginationsübungen:

                                                       

Erinnern Sie sich jetzt an eine Situation in Ihrem Leben, wo Sie sich ganz in Frieden mit sich selbst

gefühlt haben, in Einklang mit sich selbst. Erinnern Sie sich an so viele Einzelheiten wie Sie 

brauchen, um diese Empfindungen noch mal spüren können. Und jetzt denken Sie an eine Situation

aus den letzten Tagen, wenn es die gegeben hat, sonst weiter zurückliegend, wo Sie sich uneins 

mit sich, in Unfrieden mit sich selbst, gefühlt haben. Und wieder erinnern Sie sich der Einzelheiten, 

die Sie benötigen, damit Sie auch das spüren können. Und jetzt stellen Sie sich vor, das dieser Teil,

der in Frieden mit sich sein kann, zu dem anderen, der in Unfrieden mit sich ist, hingeht und mit

ihm einen freundlichen, liebevollen, akzeptierenden Kontakt aufnimmt. Durch Worte oder

Berührungen oder durch beides, so wie es für Sie stimmig erscheint. .. Auf keinen Fall sollte das Ich,

das in Frieden mit sich ist, dem anderen Ich etwas Unfreundliches, Kritisches sagen. Es sollte auf 

jeden Fall etwas Unterstützendes, Liebevolles sein. Und jetzt stellen Sie sich vor, dass Sie diese

beiden Ichs in Ihr Herz hinein nehmen, oder, wenn Ihnen diese Vorstellung unangenehm ist, können

Sie sich auch vorstellen, dass Sie "alle drei", d.h. das ich von heute, das friedliche und das 

unfriedliche Ich in einem Lichtkreis stehen und sich die Hände geben. Sie sind das alles.

Das Ich von jetzt umschließt alle Zustände. Und dann könne Sie sich vorstellen, dass Sie umhüllt

sind oder umschlossen sind von einem Licht, das für Sie Frieden bedeutet.

Für viele Menschen ist blau, himmelblau, wie ein Sommerabend in Italien, eine Farbe die Frieden gibt.

Und wenn es für Sie so ist, dann können Sie sich vorstellen, dass Sie in diesem Licht sitzen oder 

dass das Licht durch Sie hindurch fließt. Aber wenn Sie eine andere Farbe als stimmig ansehen, 

nehmen Sie ihre eigene Farbe. ..

Kommen Sie dann mit der vollen Aufmerksamkeit zurück in den Raum.

 

Quelle: Traumakurs Dr. L.. Reddemann

 

 

Persönlichkeitsstörungen

Am häufigsten treten folgende Persönlichkeitsstörungen auf :

Selbstunsichere Persönlichkeitsstörung: Sie ist gekennzeichnet durch Hemmungen im Kontakt

mit anderen, einem Gefühl der Unzulänglichkeit sowie starker Angst vor Ablehnung und Kritik.

Dependente Persönlichkeitsstörung : Hier findet sich ein Muster von unterwürfigem und anklamm -

ernden Verhalten, das in Beziehung zu einem übermässigen Bedürfnis nach Umsorgtwerden steht.

Zwanghafte Persönlichkeitsstörung : Sie ist charakterisiert durch ein Muster von ständiger

Beschäftigung mit Ordnung, Perfektionismus und Kontrolle.

Borderline Persönlichkeitsstörung : Hier zeigt sich ein Muster von Instabilität in zwischenmensch -

lichen Beziehungen, im Selbstbild und in den Gefühlen sowie von deutlicher Impulsivität.

Histrionische Persönlichkeitsstörung : Charakteristisch ist ein Muster von starker Emotionalität in

Verbindung mit einem grossen Bedürfnis nach Aufmerksamkeit durch andere.

Narzisstische Persönlichkeitsstörungen : Kennzeichen ist ein Muster von Grossartigkeitsgefühlen,

einem Bedürfnis nach Bewundertwerden sowie mangelndes Einfühlungsvermögen in andere Personen.